Geschichte

Auf dem Des Alpes-Areal standen einstmals Gasthäuser, die zu den ältesten und bekanntesten von Interlaken zählten. Auf dem östlichen Teil der Matte stand die Pension Müller, westlich davon die Pension Hofstetter. Grossrat Christian Hofstetter-Schild, ein für die damalige Zeit sehr begüterter Mann, gelang es, beide Häuser zu vereinen und gemeinsam zu betreiben. 

1863 wurden die beiden Pensionen mit Zwischen- und Anbauten zu einem Grandhotel ausgebaut. Neben grossen gesellschaftlichen Räumen enthielt es 230 Fremdenbetten und zehn ständige Salons. Im Zwischenbau befand sich der sogenannte Réunion-Saal, in welchem sich in den sechziger und siebziger Jahren die Interlakner Jugend zu ihren Bällen traf. Unter der langjährigen Direktion von Hotelier Jakob Maurer (der dann später das „Du Nord“ übernahm) erwarb sich das Des Alpes internationalen Ruf. Man hegte grosse Ausbaupläne, so dachte man an eine Zusammenlegung mit dem Hotel Belvédère und die Erstellung eines eigentlichen Palacehotels.

Der Erste Weltkrieg und andere Ereignisse trafen die Des-Alpes-Gesellschaft aussergewöhnlich schwer. 1919 wurde das Hotel abgerissen, wobei man hoffte, den schönen Platz für ein eigentliches Palace-Hotel reservieren zu können. Als die Kantonalbank, als spätere Eigentümerin, daran dachte, das ganze Areal zu parzellieren, beschloss die Einwohnergemeinde Interlaken 1951, den Erwerb der ganzen Liegenschaft. Ausdrücklich wurde dabei festgehalten, dass das Areal für die Erstellung eines Hotelneubaus zu erhalten sei; eine andere Verwendung dürfte nur nach Beschlussfassung durch die Einwohnergemeinde erfolgen.
Durch diese Handänderung kam die Gemeinde in den Besitz des Tea-Rooms Des Alpes, dessen Betrieb während vielen Jahrzehnten mit dem Namen des tüchtigen Confiseurs Paul Eckenberg-Graf verbunden war.

1964 wurde Manfred Beutler Pächter des Restaurants und Tea-Rooms Des Alpes. Seine Zugehörigkeit zur Familie Beutler vom Restaurant Schuh hatte zur Folge, dass sein Betrieb durch den Volksmund bald einmal den Namen Halbschuh erhielt. Manfred Beutler und seine Gattin verstanden es, durch eine hervorragende Führung ihres Geschäftes, diesem einen wachsenden Erfolg zu sichern. 

In der Zwischenzeit hatte es sich gezeigt, dass vorerst mit der Erstellung eines neuen Grand Hotels Des Alpes nicht zu rechnen war. Wohl hatte der Gemeinderat 1971 eine Spezialkommission eingesetzt, der auch Fachleute des Fremdenverkehrs angehörten; auf eine Ausschreibung hin meldeten sich nicht weniger als 33 Interessenten. Alle Verhandlungen scheiterten indessen aus wirtschaftlichen Gründen, nicht zuletzt an den in Kraft getretenen Restriktionen und Bausperren. So kam es, dass sich die Gemeinde verpflichtet fühlte, an eine gründliche Sanierung des Restaurants Des Alpes zu schreiten.

1978 wurde der Umbau fertig gestellt, den alten Räumen wurde ein modernes Cachet verliehen - als Ausdruck der Zuversicht in die Zukunft Interlakens und als einen wesentlichen Beitrag zu Kurortserneuerung.

Vor über zweihundert Jahren haben unsere Vorfahren damit begonnen, mit ihren Bauten am Höheweg den Kurort Interlaken zu schaffen. Unsere Generation darf sich rühmen, im Sinn und Geiste unserer Vorfahren das begonnene Werk weiterzuführen und jene Formen zu finden, wie sie der Gegenwart entsprechen. Das Restaurant Des Alpes ist ein Beweis dafür, dass Bevölkerung, Behörden und initiative Privatleute erfolgreich miteinander wirken können. 

1999 wurde das Restaurant von der Firma von Allmen Architekten AG aus Interlaken komplett renoviert und den heutigen Befürfnissen der Gäste und des neuen Mieterpaares, Brigitte und Martin Soche angepasst. Die Planung und Ausführung hatte in äusserst kurzer Zeit zu erfolgen. So erfolgte im Januar 2000 der Baubeginn und am 5. Mai darauf die Eröffnung. Ziel war es, aus dem Des Alpes ein Treffpunkt für alle Einheimischen und Touristen zu machen. Dies ist der Familie Soche bestens gelungen. Hat sie doch mit viel Herzblut aus dem "Desi" das gemacht, was es heute ist, nämlich der Treffpunkt in Interlaken.

Am 1. Mai 2010 wurde das Restaurant von Marco Tagliavini und Andrea Kölliker übernommen und wird seither in gewohnter Art und Weise weiter geführt.

 

 



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